Vortrag Physiotherapie, Chiropraktik und Heilpraktik für Pferd und Hund

Vortrag zur Physiotherapie, Chiropraktik und Heilpraktik für Pferd und Hund

Wir sind die Tierheilpraxis für Physiotherapie, Chiropraktik und Heilpraktik für Tiere.

 

Hauptsächlich behandeln wir Hunde und Pferde. Hinter dem “Wir” verbergen sich die Namen von Kim vom Hofe – Windhorst und Susanne Kruse – Wieking. Wir sind vier Hände für Ihre vier Beine. Weil unsere Namen relativ lang sind und wir ein großes Gebiet an alternativen Behandlungsmethoden für Tiere abdecken, haben wir uns einfach PraxisPur genannt. Unter diesem Namen ist alles zusammengefasst.
Hier soll es einmal um die Vorstellung unserer Arbeit gehen.
Zunächst einmal sollte man Begriffe definieren, damit man auch weiß, worüber man spricht.
Der Begriff Osteopathie ist in dieser Reihe auch zu nennen, damit man den Unterschied zur Chiropraktik versteht.

Osteopathie ist etwas älter als die Chiropraktik. Sie wurde um 1850 / 1860 vom Arzt Dr. Andrew Taylor Still entwickelt. Er hat den Menschen als eine Einheit begriffen aus Körper, Seele und Geist. Das Prinzip der Selbstheilung ist dann nur unter der Voraussetzung gegeben, das die Beweglichkeit und Dynamik in allen Körperteilen gegeben ist. In der Osteopathie hat das intakte Blut- Lymph- und Nervensystem eine große Bedeutung. Der Osteopath spürt Bewegungseinschränkungen im Gewebe auf. Der Leitsatz ist hierbei “Find it, Fix it, Leave it.”
Die Chiropraktik ist dabei ein wenig jünger. 1895 wurde sie von Daniel David Palmer entwickelt. Seine vorläufige These lautete: das alle Krankheiten durch die Fehlstellungen in den Wirbelgelenken hervorgerufen werden. Eine Korrektur der Fehlstellungen führt dann zur Heilung. Das war allerdings ein wenig zu einfach gedacht. Denn nicht alle Krankheiten werden durch eine Fehlstellung in den Wirbelgelenken hervorgerufen, aber viele orthopädische Probleme können durch ein graderichten der Wirbelgelenke gebessert werden.
Der Pastor Gustav A. Zimmer brachte die Technik nach Deutschland. Er eröffnete 1927 eine Ausbildungsstätte für Chiropraktik und Osteopathie in Dresden. Dort konnten dann Heilpraktiker sich auf diesem Gebiet weiterbilden.
Der Hauptunterschied zwischen Osteopathie und Chiropraktik besteht darin, dass sich die Osteopathie neben den Gelenkstellungen auch mit den umliegenden Strukturen befasst.Also auch mit den Muskeln und Faszien. Die Chiropraktik hingegen befasst sich hauptsächlich mit den Knochen und Gelenken. Hauptsächlich mit den Wirbelsäulengelenken.

So gesehen hat die Chiropraktik einen “blinden Fleck”, den aber die Physiotherapie sehr gut wieder ausgleicht. In der Physiotherapie stehen hauptsächlich die Muskeln im Vordergrund und deren Funktion. Vor allem die Behandlung gestörter Körperfunktionen mittels natürlicher Therapieformen.Hierbei geht dann unsere Ausbildung zum Tierchiropraktiker und Tierphysiotherapeut Hand in Hand.
Nun stellt sich die Frage, wann brauche ich als Pferde / Hundebesitzer einen Physiotherapeuten oder einen Chiropraktiker? Woran erkenne ich als Tierbesitzer das mein Tier einen solchen Therapeuten braucht?
Grundsätzlich kann man sagen, Arthrosen jeglicher Art, Muskelverspannungen oder ein generelles überprüfen sind bei Hunden und Pferden ein guter Grund um sich einmal mit einem Tierphysiotherapeuten oder Tierchiropraktiker auseinandersetzen.
Spezifische Probleme beim Pferd sind typischerweise: Sehnenprobleme, Stürze mit oder auch ohne Reiter, häufiges Gähnen, den Schweif schief halten, auf einer Seite steifer gehen als auf der anderen Seite. schlechtes Stellen, im Genick verwerfen, plötzliches Verweigern am Sprung, plötzliches buckeln oder auch Steigen, Zunge über das Gebiss strecken, Kreuzgalopp, häufiger Außengalopp und Zähne knirschen aber natürlich auch Lahmheiten oder Taktunreinheiten.
Solche Probleme können schon durch banale Blockaden im Rücken ausgelöst werden. ein blockierter Atlas, ein blockiertes Kreuzbein oder Darmbein des Pferdes kann schon deutliche Folgen haben, die dem Reiter dann als “Unarten” auffallen. Als Besitzer hat man die Pflicht sich mit seinem Pferd auseinanderzusetzen und die “Antennen” auf Empfang zu halten. Sicherlich ist nicht jede schlecht gelaufene Trainingseinheit ein Grund für einen Physiotherapeuten oder Chiropraktiker, aber ein häufiges, auffälliges Verhalten sollte gecheckt werden.

Ähnliche Probleme kann man auch dem Hund zuordnen.
Wenn ein Hund nicht mehr gleichmäßig mit der Rute beim Wedeln von links nach rechts schwingen kann, mit dem Hintern wackeln, diagonal laufen, wenn die Hinterhand beim aufsetzten gedreht wird, Zehen schleifen lassen, häufiges Strecken beim Aufstehen, das alles sind Zeichen für einen Hundebesitzer sich einmal mit einem Therapeuten in Verbindung zu setzten zum  Wohle seines Tieres.
Aber auch nach einem Bandscheibenvorfall ist die Betreuung durch einen erfahrenen Tierphysiotherapeuten unabdingbar, auch Kreuzbandrisse nach einer OP sind ein Fall für Therapeuten, ebenso wenn der Hund einen Unfall hatte oder gestürzt ist. Auffällig ist auch wenn der Hund nur noch trabt oder aber im Passgang läuft. Achten Sie darauf wie sich Ihr Hund hinsetzt oder ablegt. Wenn ein Hund immer nur auf dem Hintern sitzt, ohne die Beine zu beugen oder nur auf einer Pobacke, dann kann das auf ein Problem im Bereich des Knies oder der Hüfte des Hundes hinweisen. Auch wenn ein Hund, sobald er “Platz” macht, die Hinterbeine ganz nach hinten ausstreckt oder aber auch die Ellenbogen weit vom Körper weg streckt, so kann man daraus schließen, dass Probleme im Bereich der Ellenbogen oder der Hüfte den Hund in so eine Schonhaltung bringen. Spezifische Hundekrankheiten wie Hüftdisplasie (HD) oder Ellenbogendisplasie (ED), aber auch OCD und Spondylosen oder das Cauda Equina Syndrom sind Krankheiten, bei denen ein Tierphysiotherapeut den Hundebesitzer unterstützen sollte.
Bei einer Behandlung beginnt man zunächst mit einem Abtasten des Tieres. Dieser Teil ist bei Hunden und Pferden gleich. Bei dieser Palpation achtet der Therapeut beim Tier auf Temperaturunterschiede, Verspannungen, Verquellungen oder schmerzhafte Stellen.
Dies dient einem ersten Überblick.
Danach schaut man sich das Tier in der Bewegung an. Bei der Ganganalyse geht es darum, wie sich die Pferde und Hunde bewegen. Hierbei achtet man auf Fehlstellungen, Fehlhaltungen, Lahmheiten oder Taktunreinheiten, Bewegungsstörungen oder eben auch übermäßige Bewegungsausmaße.

Das Team von PraxisPur

Bei einer Behandlung schaut sich dann als nächstes der Therapeut die Gelenke an. In einer Gelenkbefundung bewegt der Therapeut alle Gelenke der Beine. Hierbei achtet der Therapeut vor allem auf die physiologische, also natürliche, Beweglichkeit und das Bewegungsausmaß. Wichtig ist, dass sich das Gefühl am rechten Bein ähnlich dem ist, wie am linken Bein. Man vergleicht also Gefühle miteinander.
Bei einer solchen Gelenkbefundung achtet der Tierphysiotherapeut auf Krepitationen (Knacken, Knirschen, Gnuggeln) der Gelenke. Ein solches Knirschen kann in einem Gelenk ein Hinweis sein auf eine Gelenkmaus, ein Chip, ein Sehnenschaden oder auch auf Arthrose oder Athritis.
Auch beim Testen des Hufgelenks kann man ein wenig Druck auf die Hufrolle ausüben. Ein schmerzhaftes Wegziehen kann ein Hinweis auf eine Hufrollenerkrankung sein. Auch ein nicht gleichmäßiges Bewegungsgefühl beim Testen des Hufgelenks kann auf eine Hornsäule hinweisen. So fallen bei einem Check auch manche Dinge auf bei einem Pferd. Angelaufene Beine oder Sehnen, Sehnenschäden oder auch Probleme am Fesselringband. Spat und Schale, aber auch Fesselgelenksarthrose oder Karpalgelenksarthrose. Auch zu lange Kniebänder werden bei einer solchen Gelenkbefundung meistens entdeckt. Wichtig ist, dass man meist mit einer Physiotherapeutischen Behandlung die Pferde auch noch bei solchen Problemen unterstützen kann.

Bei einer chiropraktische Behandlung schaut sich der Therapeut die einzelnen Gelenke der Wirbelsäule beim Hund oder Pferd an. Der Tierchiropraktiker muss in einer bestimmten Position, in einer bestimmten Winkelung sich zum Patienten befinden. Durch eine langsame Bewegung innerhalb des natürlichen Bewegungsausmaßes des Gelenkes, testet man dann, ob sich die Bewegung langsam, gleichmäßig und fließend ist. Oder ob es irgendwo hängt und stockt. Der Chiropraktiker arbeitet sich dann am Pferd oder Hund von hinten nach vorn. Angefangen beim Kreuzbein, Darmbein, Lendenwirbel, Brustwirbel, Halswirbel, Atlas, Hinterhauptsbein, Kiefergelenk, Zungenbein.
Natürlich sollte man auch als Chiropraktiker die Muskeln nie außen vor lassen. Denn verspannte Muskeln verursachen Schmerzen. Und diese Schmerzen haben dann auch Widersätzlichkeiten zur Folge.Außerdem ziehen verspannte Muskeln auch im falschen Winkel an den Gelenken und es kann so zu Gelenkblockaden kommen. Andersherum verursacht natürlich auch ein blockiertes Gelenk einen falschen Zug an den Muskeln und so kommt es dann zu Muskelverspannungen. Hierbei sieht man dann, wie sehr alles im Organismus zusammenhängt und wie wichtig es ist, Knochen, Gelenke und Muskeln zu betrachten und gegebenenfalls zu bearbeiten und nicht nur das eine oder das andere. Deshalb ist und bei PraxisPur auch die Gemeinsamkeit der verschiedenen alternativen Behandlungsmethoden so wichtig. Denn so kann man aus verschieden Blickwinkeln auf das Problem schauen.
So massieren wir auch die Hunde und Pferde mit verschiedenen Handgriffen und lösen so die Muskelverspannungen. Man baut so auch nach und nach Muskelschwellungen ab und man kann die Heilung noch weiter unterstützen, wie zum Beispiel bei einem Bandscheibenvorfall, bei einem Kreuzbandriß oder bei Spondylosen.
Hierbei die Hauptfrage als Besitzer: Wie fühlt sich denn ein gesunder Muskel an. Anschaulicher Weise kann man sagen, dass es sich anfühlen muss wie das rohe Steak.
Mit einer Massage versetzen wir die Muskulatur wieder in ihren optimalen Tonus, eine Massage kann anregend sein, oder eben auch entspannen. Massagen haben Auswirkungen auf das Venen- und Lymphsystem, auf die arterielle Durchblutung, auf die Muskulatur selber und auf das Nervensystem und auf die Psyche.
Mit Dehnungen arbeiten Tierphysiotherapeuten Muskelverkürzungen entgegen, man möchte die Geschmeidigkeit erhalten, man möchte eine bessere Bewegung erreichen und auch die Verletzungsgefahr minimieren. Man sollte bedenken, dass auch Sportler sich dehnen!

Wir, die PraxisPur kommen als mobile Praxis zu Ihnen und Ihrem Tier vor Ort raus.

Wir unterstützen die Behandlung dann noch mit unserer Magnetfelddecke oder mit dem Akupunkturlaser, auch eine Massagecreme kommt nach Bedarf zum Einsatz. Bei Sehnenschäden und Arthrosen oder hartnäckigen Entzündungen haben sich Blutegel bewährt. So setzen wir auch Blutegel bei unseren Behandlungen an Tieren mit ein. Bei manchen Tieren macht auch eine Bachblütentherapie Sinn, die haben wir auch immer in unserem Praxismobil an Board.
Mit homöopathischen Mitteln unterstützen wir ebenfalls noch die weitere Betreuung der Tiere.
Wie der Name schon sagt: Bei uns findet Praxis für Hund und Pferde Pur statt.
Viel Spaß beim schmöckern auf unserer Seite www.praxispur.net und wenn Ihr auch gerne mehr über Kräuter für Pferde erfahren möchtet und über fertige Kräutermischungen für Pferde, dann schaut auf www.kraeuterpur.de